Kosten einer Psychotherapie

Privat Versicherte und Beihilfeberechtigte

Wenn Sie privat krankenversichert oder beihilfeberechtigt sind, werden die Kosten einer Behandlung in der Regel von der Krankenkasse in voller Höhe übernommen. Die Anzahl der Sitzungen, die erstattet werden, hängt vom jeweiligen Versicherungsunternehmen und dem Tarif ab, zu dem Sie versichert sind. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Krankenkasse, ob und in welchem Umfang Psychotherapie in Ihrem Versicherungsvertrag enthalten ist. Die Behandlungskosten rechne ich entsprechend der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP) ab.

Freie Heilfürsorge

Die freie Heilfürsorge erhalten Polizeibeamte des Landes sowie Beamte der Bundespolizei, der Berufsfeuerwehren und der Justizvollzugsanstalten. Eine Kostenübernahme für eine psychotherapeutische Behandlung wird in der Regel ohne Probleme vollzogen.

Soldaten der Bundeswehr

Seit der Vereinbarung zwischen der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) können Soldaten auch in psychotherapeutischen Privatpraxen behandelt werden. Zunächst ist eine Überweisung Ihres Truppenarztes notwendig. In der ersten Sitzung muss der Sanitätsvordruck Kostenübernahmeerklärung (San/Bw/0218) vorgelegt werden. Auf dieser Grundlage erfolgen Probesitzungen, in denen eine ausführliche Diagnostik und Indikationsstellung durch die Psychotherapeutin erfolgt. Wenn eine Psychotherapie angezeigt und von Ihnen gewünscht ist, wird diese gegenüber dem Truppenarzt veranlasst. Der Truppenarzt erteilt einen Behandlungsausweis als Genehmigung der Psychotherapie und Kostenübernahme (zunächst für 25 Sitzungen). Ist eine Verlängerung der Behandlung notwendig, kann diese beantragt werden.

Gesetzlich Versicherte

Ich bin keine Vertragspsychotherapeutin der gesetzlichen Krankenkassen. Eine Behandlung und Erstattung der Behandlungskosten ist jedoch im Einzelfall möglich, wenn Sie keinen zeitnahen Therapieplatz bei einem Vertragspsychotherapeuten in Ihrer Nähe finden. Die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen ist dann im Rahmen einer Kostenerstattung möglich. Gerne informiere ich Sie dazu in einem ersten Kontakt. Hinweise zum Antrag auf Kostenerstattung finden Sie auch in der Informationsbroschüre (PDF-Datei) der Bundespsychotherapeutenkammer.

Selbstzahler

Es besteht auch die Möglichkeit, die Behandlungskosten selbst zu tragen. Ein Antragsverfahren ist dann nicht notwendig und die Behandlung kann in der Regel sofort beginnen. Es erfolgt zudem keine Meldung an die Krankenkasse. Dies kann sinnvoll sein, wenn in absehbarer Zeit eine Verbeamtung oder der Abschluss einer Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung angestrebt wird. Anzahl, Häufigkeit und Dauer der Sitzungen können individuell festgelegt werden und unterliegen keiner Reglementierung. Die Kosten der Therapie können bei der Steuer geltend gemacht werden. Mein Honorar richtet sich nach der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP).

Abrechnung von Beratung und Coaching

Da es sich bei psychologisch fundierter Beratung und Coaching nicht um eine „Heilbehandlung“ nach dem Gesetz handelt, werden die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen. Bei der Honorargestaltung orientiere ich mich an der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).